VDMA: Klimavertrag von Paris muss verlässlich umgesetzt werden

04.03.2016 | id:12382456

Aus Sicht des deutschen Maschinenbaus muss die Europäische Union bei der Umsetzung des Klimaabkommens von Paris eine Vorreiterrolle einnehmen. Die EU-Kommission hat am 2. März angekündigt, dass aus ihrer Sicht dafür keine Anpassung der EU-Klimaziele bis 2030 notwendig sei. Naemi Denz, Leiterin der Abteilung Technik und Umwelt und Mitglied der Hauptgeschäftsführung im VDMA, fordert eine ambitionierte und transparente Umsetzung des Paris-Abkommens: „Unternehmen investieren in umweltschonende Technologien, wenn sie die Rahmenbedingungen für verlässlich halten. Die Europäische Union sollte auch in Zukunft der ambitionierteste Heimatmarkt für innovative Klimaschutztechnologien sein. Hierfür müssen heute die Weichen gestellt werden.“

Im vergangenen Dezember hatte sich die Staatengemeinschaft bei der Weltklimakonferenz von Paris auf ein Folgeabkommen des Kyoto-Protokolls geeinigt, um den Klimawandel verbindlich zu begrenzen. Die EU-Kommission kommt nun zu dem Schluss, dass der Vertragsentwurf vereinbar ist mit den EU-Klimazielen vom Oktober 2014. „Die Vorgehensweise der EU wird durch das Pariser Übereinkommen bestätigt“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme aus Brüssel. Die 2030-Strategie sieht vor unter anderem, die Emmission von Treibhausgas bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren.

Der VDMA hat sich stets für ein ambitioniertes Klimaabkommen ausgesprochen und die Einigung von Paris positiv aufgenommen. Neben Planungssicherheit hat der Maschinenbau dabei verbindliche und vergleichbare Ziele für möglichst viele Staaten gefordert, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Gerade die Unternehmen des Maschinenbaus können mit ihren modernen Technologien zu einer klimafreundlichen Produktion entscheidendn beitragen, beispielswiese in großindustriellen Prozessen, energieeffzienter Gebäudetechnik oder optimierten Maschinenkomponenten.

 

Kontakt: eike.radszuhn@vdma.org

Bildquelle : luigi girodano -Fotolia

Radszuhn, Eike
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