Investitionen in die Roboter der Zukunft

07.07.2014 | id:4190639

Zur Eröffnung der AUTOMATICA in München am 3. Juni 2014 haben die Europäische Kommission und euRobotics AISBL das weltgrößte zivile Forschungs- und Innovationsprogramm für Robotik gestartet. Die Initiative – genannt SPARC – soll Europas führende Position in diesem strategischen Bereich, dessen Gesamtmarktvolumen bis zum Jahr 2020 laut Angaben der Kommission mehr als 60 Milliarden Euro erreicht haben könnte, erhalten und ausbauen. Die Vizepräsidentin der europäischen Kommission Neelie Kroes sagte in der Eröffnungsfeier: „Die Robotik-Revolution passiert genau jetzt. Wir sollten ihr nicht folgen, sondern sie anführen. Roboter können unsere Wirtschaft, unsere Leben und unsere Arbeit verbessern. Roboter kürzen nicht menschliche Arbeitskräfte aus der Gleichung heraus: Im Gegenteil, sie sind Partner für eine bessere Zukunft." SPARC wird in Europa voraussichtlich mehr als 240.000 Arbeitsplätze schaffen, führte sie aus. Im Rahmen ihres neuen Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 wird die Europäische Kommission in SPARC 700 Millionen Euro investieren. Die Investition der europäischen Industrie wird sich auf 2,1 Milliarden Euro belaufen. Diese öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) wird Europas Wettbewerbsfähigkeit bei Produktion und Anwendung von Robotik in Industrie und Landwirtschaft, im Gesundheits- und Transportwesen und im Bereich ziviler Sicherheit und Haushalte steigern.

Die Robotik trägt zwar zur starken Position Europas im globalen Fertigungssektor bei, aber ihr Potenzial geht dennoch weit über die reine Anwendung in Fabriken hinaus: Roboter helfen Krankenschwestern in Krankenhäusern, inspizieren gefährliche Kraftwerke und übernehmen mühsame Arbeiten in landwirtschaftlichen Betrieben. Automatische Autos sind weitere Beispiele für Robotertechnologie im Einsatz. Der globale Markt für Robotik umfasst 22 Milliarden Euro und wird voraussichtlich bis zum Jahr 2020 auf mehr als 60 Milliarden Euro anwachsen. Europa ist mit einem Markanteil von 35 % bereits der Marktführer; dennoch müssen Anstrengungen unternommen werden, um in diesem sich rapide entwickelnden Sektor Schritt zu halten. Die neue Partnerschaft für Robotik in Europa, SPARC, verfolgt das Ziel, den europäischen Marktanteil bis zum Jahr 2020 auf 42 % zu steigern.

Mit SPARC beginnt die Zusammenarbeit der europäischen Kommission mit der europäischen Industrie und Forschung zur Stärkung und Weiterentwicklung der europäischen Robotik. euRobotics AISBL, ein Verband, der 2012 mit Unterstützung des VDMA in Brüssel gegründet wurde, repräsentiert den privaten Anteil in der ÖPP und steht für mehr als 180 europäische Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, von konventionellen industriellen Robotik-Herstellern über Landtechnikunternehmen bis hin zu innovativen Krankenhäusern. Um die Ziele von SPARC zu erreichen, entwickeln die Mitglieder von euRobotics AISBL eine "Roadmap für Robotik in Europa". Diese Roadmap wird in konkrete Arbeitsprogramme und Ausschreibungen umgesetzt.

Foto: Zum Start der europaeischen Robotik-Initiative SPARC auf der AUTOMATICA Messe hilft ein Roboter Vizepraesidentin Neelie Kroes bei der Enthuellung der Stele mit einer kuenstlerischen Version des SPARC Logos. 

Kontakt: euRobotics AISBL,
Dr. Uwe Haass, Secretary-General,
80 Blvd. A. Reyers, 1030 Brussels, Belgium
secretariat@eu-robotics.net
www.eu-robotics.net
www.sparc-robotics.net

Bildquelle : Messe München

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