VDMA fordert Zusammenführung der Systeme für Marktüberwachung in Europa

25.03.2015 | id:7485236

Im vergangenen Jahr sind in Europa so viele gefährliche Verbraucherprodukte wie noch nie aus dem Verkehr gezogen worden. Genau 2435 unsichere oder gesundheitsschädliche Verbraucherprodukte, vor allem Spielzeug oder Kleidung, wurden 2014 über das europäische Schnellwarnsystem RAPEX gemeldet, teilte die Europäische Kommission am 23. März mit – bei knapp zwei Dritteln der Produkte handelt es sich um Importe aus China. Die EU sieht die Rekordzahlen als Zeichen, dass der Austausch über Rapex immer besser funktioniert. Aus Sicht des VDMA verbessert sich die Marktüberwachung in Europa insgesamt gesehen nur in Trippelschritten.

Für den Verband und den Maschinenbau geht Marktüberwachung weit über den Aspekt des Verbraucherschutzes hinaus. So muss die Einhaltung von Vorschriften auch gewährleistet sein, damit nur sichere und rechtskonforme Produkte auf den Markt kommen und auch für die Hersteller vorschriftsmäßiger Produkte kein Wettbewerbsnachteil entsteht. Entsprechend fordert der VDMA die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten dazu auf, eine wirkungsvolle und verlässliche Marktüberwachung auch für Investitionsgüter stärker voranzutreiben.

Konkret müsste das  Internet basierte Informationssystem ICSMS stärker genutzt werden, eine Plattform, über die Verbraucher, Hersteller sowie Behörden und EU-Institutionen nicht-vorschriftsmäßige Produkte melden können. Anders als RAPEX dient ICSMS auch dem Austausch von Informationen über nicht rechtskonforme Produkte. Die Behörden können dadurch Informationen zu Mängeln und Abweichungen austauschen und damit ihre Aufgabe umfassender und effektiver wahrnehmen. Aus Sicht des VDMA ist das für eine wirkungsvolle Marktüberwachung notwendig, zudem werden Doppelprüfungen vermieden. Auch deswegen hält der Verband die Konzentration auf ein Informationssystem für die die bessere Lösung.

Kontakt: hanna.blankemeyer@vdma.org

Bildquelle : Europäische Kommission

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