Reform des EU-Emissionshandels: Die Richtung stimmt.

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Das Europäische Parlament hat der geplanten Reform des europäischen Emissionshandels zugestimmt. Ein stabilier Zertifikatpreis ist aus Sicht des VDMA auch im Interesse der Wirtschaft.

Der Emissionshandel ist das zentrale Instrument der europäischen Klimapolitik – allerdings haben Verzerrungen durch die immensen Überkapazitäten von Zertifikaten am Markt die Wirkung des Emissionshandels zuletzt stark beeinträchtigt. Grundsätzlich positiv sieht der VDMA daher die Reform des so gennannten EU ETS (Emission Trading System), dem am 6. Februar das Europäische Parlament zugestimmt hat. Fraglich ist aus Sicht des Verbands allerdings, ob die Reformschritte ausreichen, um kurz bis mittelfristig Investitionen in klimaschonende Technologien anzuregen.

„Der Ansatz der ETS-Reform geht in die richtige Richtung, um den Überhang aus früheren Handelsperioden abzubauen. Dadurch kann ein realistischer Preis für CO2-Emissionen entstehen, bei dem es sich für Unternehmen lohnt, frühzeitig in effiziente Technologien zu investieren“, sagt Matthias Zelinger, Energiepolitischer Sprecher des VDMA. „Ein stabiler Zertifikatpreis ist auch im wirtschaftlichen Interesse, weil er den Unternehmen Sicherheit bei der Planung ihrer Investitionen gibt. Leider setzt die Wirkung zu spät ein, um zum Beispiel die Anstrengungen zu unterstützen, in Deutschland wieder auf den Klimapfad zurückzukommen. Das tatsächliche Ergebnis der ETS-Reform wird man jedoch erst ab 2021 erkennen, wenn die nun beschlossenen Korrekturen greifen.“

"Ein stabiler Zertifikatpreis ist auch im wirtschaftlichen Interesse, weil er Unternehmen Sicherheit bei Investitionen gibt"

Konkret sieht die Reform des Emissionshandels unter anderem vor, dass ab 2021 die Menge der erlaubten Emissionen jedes Jahr um 2,2 Prozent sinkt (gegenüber bislang 1,74 Prozent jährlich). Dem Vorschlag müssen nun noch die EU-Mitgliedsstaaten zustimmen. Der Maschinenbau ist selbst nicht über das ETS reguliert, aber als Zulieferer von Industrien wie beispielsweise Chemie oder Metallverarbeitung betroffen.

Die Pressemitteilung des EU-Parlaments zur Reform des ETS finden Sie unter diesem Link.