Europäisches Datenschutzrecht darf nicht durchlöchert werden!

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Die erfolgreiche Digitalisierung in der Industrie setzt Rechtsicherheit im Umgang mit Daten voraus.

Die erfolgreiche Digitalisierung in der Industrie setzt Rechtsicherheit im Umgang mit Daten voraus. Der Maschinenbau fordert daher eindringlich, dass europäisches Datenschutzrecht auch von ausländischen Behörden respektiert werden muss. Hintergrund ist ein aktueller Rechtsstreit in den USA um die Frage, ob amerikanische Behörden von Unternehmen in Europa gespeicherte Daten herausverlangen dürfen. Der VDMA warnt, dass dadurch das Vertrauen von Unternehmen in den europäischen Datenschutz erschüttert werden würde.

Grundsätzlich ist der Schutz von Daten im Maschinenbau ein entscheidendes Kriterium für Unternehmen, sich digitale Technologien einzulassen. Neben personenbezogenen Daten entstehen im Rahmen von Industrie 4.0 Produktionsdaten, die mitunter Geschäftsgeheimnisse beinhalten. Entsprechend wichtig ist für betroffene Firmen das Vertrauen auf bestehende Regeln für den Umgang mit Daten.

„Europäischer Datenschutz muss für alle gelten, auch für ausländische Behörden. Ein Anspruch amerikanischer Ermittler auf Herausgabe von Daten, die auf europäische Servern liegen, würde das fatale Signal aussenden, dass sich Unternehmen bei der Digitalisierung im Zweifel nicht auf geltendes Recht verlassen können“, sagt Kai Peters, VDMA European Office. „Die Digitalisierung und neue Technologien stellen das Rechtssystem ohnehin vor neue Herausforderungen. Alleingänge einzelner Länder sind da kontraproduktiv. Dass sensible Daten per Mausklick um die ganze Welt geschickt werden können, ist ein Grund mehr, auf einen transparenten und verlässlichen Rechtsrahmen zu bestehen.“

Europäischer Datenschutz muss für alle gelten