VDMA wirbt in Schweden für Industrie 4.0

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Die Entwicklung von Industrie 4.0 geht über Landesgrenzen hinweg. Am Rande des German-Swedish TechForums vereinbarte der VDMA eine tiefere Zusammenarbeit mit dem schwedischen Maschinenbau.

Internationale Zusammenarbeit ist eine Voraussetzung für den Erfolg von Industrie 4.0, insbesondere um für den Mittelstand die notwendigen Bedingungen für das digitale Zeitalter zu schaffen. „Schweden hat gerade eine Plattform für Industrie 4.0 gegründet, wie wir sie in Deutschland bereits erfolgreich betreiben. Beide Ländern haben bei der Digitalisierung große gemeinsame Interessen. Daher ist es sinnvoll, zusammenzuarbeiten“, sagt Dietmar Goericke, Geschäftsführer des VDMA Forum Industrie 4.0. Am Rande des von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven eröffneten German-Swedish TecForums nahm der VDMA an einem Roundtable in Stockholm teil, um eine engere Kooperation der beiden Ländern bei der Digitalisierung auszuloten. „Geplant sind Besuchsreisen von Unternehmensvertretern, eine Zusammenarbeit in den Industrie 4.0 ‚test beds‘ sowie konkrete Projekte im Rahmen der Programme ZIM und IGF, für die es schwedische Pendants geben muss“, erläutert Goericke.

Durch die fortschreitende Digitalisierung werden künftig nicht mehr nur Unternehmen miteinander verbunden, sondern auch Kunden und Fabriken in ganz Europa. Viele Maschinenbauer befinden sich derzeit in einer Experimentierphase, wie Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle der digitalen Zukunft aussehen könnten. Gerade in dieser frühen Phase hält der VDMA Kooperationen - beispielsweise mit seinem schwedischen Gegenüber Teknikföretagen - für einen wichtigen Erfolgsfaktor.

"Schweden und Deutschland haben bei der Digitalisierung große gemeinsame Interessen. Daher ist es sinnvoll, zusammenzuarbeiten"

Intensive Wirtschaftsbeziehungen mit Schweden hält der deutsche Maschinenbau bereits heute. Von Januar bis November 2016 lag das Land auf Platz 15. der größten Exportmärkte (2,7 Mrd. Euro) und bei den Importen auf Rang 13. der stärksten Herkunftsländer (1,7 Mrd. Euro.).