Forschung in der Industrie: Die EU muss dort investieren, wo sie Wirkung zeigt

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In Brüssel trifft sich die europäische F&I-Gemeinschaft, um die Rolle von Forschung für ein nachhaltiges und wohlhabendes Europa zu diskutieren – und auch deren Auswirkungen auf die Unternehmen.

Welche Investitionen in Forschung und Innovation braucht die europäische Industrie in den nächsten sieben Jahren? Diese Woche trifft sich die europäische F&I-Gemeinschaft in Brüssel, um die Rolle von Forschung für ein nachhaltiges und wohlhabendes Europa zu diskutieren – und auch deren Auswirkungen auf die Unternehmen. Die Veranstaltung "EU-Forschungs- und Innovationstage" ist Teil des zweijährigen Vorbereitungsprozesses für das nächste EU-Rahmenprogramm "Horizon Europe".

Ursprünglich begann die Diskussion über "Horizon Europe" mit schlechten Nachrichten für die Industrie: Die Budgetsäule für "Industrial Leadership" - ein Eckpfeiler des aktuellen Rahmenprogramms Horizon 2020 - fehlte in den ersten Entwürfen der EU-Kommission. In den folgenden Debatten rückte die Industrieforschung in der Prioritätenliste wieder nach oben, aber es ist noch nicht absehbar, dass die Industrietechnologien eine entscheidende im Forschungsprogramm spielen. Für die "Strategische Planung" - wie die EU-Kommission den detaillierteren Prozess nach der Festlegung des rechtlichen Rahmens nennt - fordert der VDMA die Politik auf, die industrielle F&I zu stärken.

"Zukünftige Herausforderungen können nur mit einer leistungsfähigen Industrie bewältigt werden, die Zugang zu Wissen und Technologie hat"

Aus Sicht des Maschinenbaus können zukünftige Herausforderungen nur mit einer leistungsfähigen Industrie bewältigt werden, die Zugang zu Wissen und Technologie hat. Insbesondere muss die Rolle der fortgeschrittenen Fertigungstechnologien wie Laserfertigung, industrielle KI oder Robotik in den Vordergrund gestellt werden. Davon würde die EU gleich doppelt profitieren: Europa wird nicht nur seine Produktionsanlagenindustrie stärken, sondern auch seine Produktionsbasis für eine klimaneutrale und saubere Zukunft modernisieren.

Daher fordert der VDMA, dass die vorwettbewerbliche, grenzüberschreitende Forschung zu technologischen Fragen eines der wesentlichen Elemente des neuen Rahmenprogramms sein muss, um die besten Forscher aus europäischen Unternehmen, Universitäten und Instituten zusammenzuführen.

Diese und weitere Empfehlungen werden auch im Diskussionspapier erläutert, das der VDMA als Beitrag zur laufenden Debatte über die strategische Planung veröffentlicht hat.

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