„Unternehmen bleibt Brexit-Chaos hoffentlich erspart“

Für den europäischen Maschinenbau gibt es neue Hoffnung, dass der harte Brexit verhindert werden kann. Langfristig setzt die Industrie auf ein Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich.

Die EU und Großbritannien haben sich in den Brexit-Verhandlungen auf ein Austrittsabkommen geeinigt. Dazu sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA:

„Durch die Einigung in letzter Minute bleibt uns das ganz große Brexit-Chaos hoffentlich erspart. Trotz aller Vorbereitungen würde ein ungeordneter Austritt im November zu wirtschaftlichen Verwerfungen führen und viele Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Für Entwarnung ist es noch zu früh, aber wir setzen darauf, dass Parlament und Mitgliedsstaaten jetzt ihre Zustimmung geben. Langfristig müssen die EU und Großbritannien sicherstellen, dass der komplexe Kompromiss an der irischen Grenze in der Praxis funktioniert. Auf keinen Fall darf Großbritannien ein Einfallstor werden, durch das Waren aus Drittstaaten unkontrolliert in den Binnenmarkt gelangen. Die Industrie hofft darauf, dass das Austrittsabkommen nur ein Zwischenschritt ist und sich beide Seiten so schnell wie möglich auf ein umfassendes Freihandelsabkommen einigen.“