VDMA wirbt bei EU-Abgeordneten für Freihandel

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Verband mahnt zu Fortschritten bei der WTO-Reform, bilateralen Handelsabkommen sowie dem Umgang mit China und den USA.

Kaum eine Industrie profitiert so sehr vom Handel wie der Maschinenbau – doch in kaum einem Bereich der Europapolitik gibt es derzeit so viele Baustellen wie in der Handelspolitik. Deswegen hat sich der VDMA nun in Strasburg mit Abgeordneten verschiedenster Parteien getroffen, um für freien und regelbasierten Handel zu werben. Bei Themen wie der WTO-Reform, bilateralen Handelsabkommen sowie dem Umgang mit China und den USA machte der Verband deutlich, dass in der Handelspolitik viel auf dem Spiel steht für die europäische Industrie.

In der Vergangenheit hatten sich Teile des EU-Parlaments allerdings skeptisch gegenüber der europäischen Freihandelsagenda gezeigt, etwa beim Freihandelsabkommen mit dem Mercosur vor dem Hintergrund der politischen Lage in Brasilien. In Strasburg traf sich Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA-Außenwirtschaft vornehmlich mit Vertretern des Handelsausschusses, Sven Simon (EVP), Bernd Lange (S&D), Iuliu Winkler (EVP) und Helmut Scholz (GUE/NGL).

In den Gesprächen ging es neben dem Mercosur-Abkommen vor allem auch um China und die Öffnung des dortigen Marktes für europäische Unternehmen. Dazu gehören insbesondere staatliche Subventionen für die Industrie, der Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen, Marktverzerrungen durch chinesische Staatsunternehmen, und eine Gegenstrategie zur Chinese Belt & Road Initiative. Ein weiteres Thema war die Reform der Welthandelsorganisation WTO, die in den vergangenen Jahren erheblich unter Druck geraten ist, deren Funktionsfähigkeit aus Sicht des VDMA aber eine wichtige Grundlage für Verlässlichkeit im Welthandel darstellt. Schließlich ging es in den Gesprächen auch um die Bedeutung einer positiven Handelsagenda mit den Vereinigten Staaten, insbesondere über das Zustandekommen eines Abkommens über die Konformitätsbewertung.