VDMA fordert „ja“ zu Handelsabkommen mit Vietnam

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Das Plenum des Europäischen Parlaments wird voraussichtlich am 12. Februar 2020 über das Freihandelsabkommen und das Investitionsschutzabkommen mit Vietnam abstimmen.

Der VDMA fordert die Europa-Abgeordneten auf, den zwei Handelsabkommen zuzustimmen. Aus Sicht des VDMA ist das Freihandelsabkommen mit diesem aufstrebenden Land ein wichtiges Signal für regelbasierten Handel und fairen Wettbewerb.

Das Freihandelsabkommen mit Vietnam ist für die deutsche Maschinenbauindustrie aus drei Gründen wichtig:

Erstens würde das Freihandelsabkommen über 99 Prozent aller Zölle abschaffen und den Rest durch begrenzte zollfreie Kontingente zumindest teilweise abschaffen. Fast alle Maschinen würden bei Inkrafttreten vollständig zollfrei sein, der Rest nach 5 Jahren. Die derzeitigen Zölle betragen bis zu 35 Prozent. 

Zweitens würden nichttarifäre Hemmnisse abgebaut. Vietnam hat sich verpflichtet, bei der Ausarbeitung seiner Vorschriften verstärkt internationale Normen zu verwenden.

Drittens könnten sich EU-Unternehmen um öffentliche Aufträge bei vietnamesischen Ministerien, wichtigen Staatsunternehmen sowie der Hauptstadt Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt bewerben.

Darüber hinaus wäre das Handelsabkommen auch für die wirtschaftliche Entwicklung Vietnams von Vorteil. Vietnam hätte aufgrund dieses Handelsabkommens einen besseren Zugang für seine Produkte (wie z.B. elektronische Produkte und Textilien) zum europäischen Markt sowie zu Vorprodukten und Produktionsmitteln aus Europa. Insgesamt würden sich mit dem Handelsabkommen die Wettbewerbsbedingungen für Produkte aus Vietnam auf dem Weltmarkt verbessern.

Darüber hinaus würde der VDMA begrüßen, wenn die EU auch mit anderen südostasiatischen Ländern Freihandelsabkommen abschließt. Denn die Gruppe der ASEAN-Länder sind nach den USA und China der drittgrößte Handelspartner der EU außerhalb Europas.