Kreislaufwirtschaft braucht Innovation und klare Konzepte

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Produkte länger nutzen, wiederverwenden, reparieren, recyclen: Der Aktionsplan Kreislaufwirtschaft der EU-Kommission plädiert für die zirkuläre Wiederverwendung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen und Produkten.

Ziel der Kommission ist eine Kreislaufwirtschaft, die für alle möglichen Produkte und Branchen gelten soll: von Batterien für Elektromobilität über Kunststoffverpackungen bis hin zu Textilien und vielem mehr. Der Maschinenbau ist über die Einbeziehung der Wertschöpfungsketten hier stark involviert.

Aus Sicht des VDMA kann das Konzept der Kreislaufwirtschaft zum Erfolgsmodell werden und neue Geschäftsmodelle initiieren. „Dafür darf sich die EU aber nicht in kleinteiliger Regulierung verlieren, sondern muss die richtigen Rahmenbedingungen schaffen und ihren Fokus auf die Ausgestaltung eines Sekundärrohstoffmarktes legen“, sagt Holger Kunze, Leiter des VDMA Europabüros. Der Markt für Sekundärrohstoffe funktioniert noch nicht, ist aber die Basis einer Kreislaufwirtschaft. Solange Primärrohstoffe deutlich günstiger sind als Sekundärrohstoffe, ist kein Marktanreiz für deren Einsatz da. Die richtige Qualität und Quantität zu wettbewerbsfähigen Preisen machen den Einsatz für Unternehmen attraktiv. „Daher ist es nun wichtig, Qualitätsstandards für recycelte Materialien und deren Wiederverwendung gemeinsam mit der Industrie zu erarbeiten“, fordert Kunze.

Keine nationalen Alleingänge

Grundsätzlich unterstützt der VDMA den europäischen Ansatz einer Kreislaufwirtschaft anstelle von nationalen Alleingängen. Für den Wandel brauche es Planungssicherheit und Konzepte aus einer Hand. „Klar ist auch, dass Kreislaufwirtschaft ohne die innovativen Technologien des Maschinenbaus nicht funktionieren wird“, sagt Kunze.

Den Maschinenbau tangiert Kreislaufwirtschaft gleich doppelt. Maschinen produzieren nicht nur Produkte, sie werden auch für deren Wiederverwendung, Reparatur, Wiederaufbereitung und Recycling gebraucht. Gleichzeitig ist der Maschinenbau selbst ein wichtiger Teil einer Kreislaufwirtschaft. Denn auch Maschinen sind reparierbar, aufrüstbar, oft wiederverwendbar und haben eine jahrzehntelange Lebensdauer. Die Wiederaufbereitung von Maschinen ist daher ein langjähriges Geschäftsmodell im Investitionsgütersektor.

 

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