EU-Forschung: 50 Millionen Euro für Produktion in Zeiten von Corona

shutterstock_635438435

Die Generaldirektion Forschung der EU-Kommission will den Produktionssektor dabei unterstützen, Produktionslinien umzurüsten und zu digitalisieren. Dazu hat die EU-Kommission für diese Woche (KW 21) zwei Aufrufe angekündigt.

Mit rund 20 Millionen Euro soll die Umstellung bestehender Anlagen auf die Herstellung von medizinischen Geräten, Impfstoffen und Diagnostika gefördert werden. Weiteren 30 Millionen sollen für die Digitalisierung der Produktion bereitgestellt werden, beispielsweise für „Digital Innovation Hubs“ und künstliche Intelligenz.

Es ist damit zu rechnen, dass die Fristen zur Einreichung von Vorschlägen sehr kurz ausfallen werden. Die Aufrufe werden auf der „ European Research Area corona platform“ veröffentlicht.

Für die nächsten Monate plant die Kommission einen weiteren Aufruf für Forschungs- und Innovationsprojekte, die zur wirtschaftlichen Erholung beitragen sollen. Die Kommission rechnet damit, dass die Coronavirus-Pandemie nicht die letzte Krise sein wird. Daher sollen weitere Horizont-2020-Projekte den produzierenden Unternehmen helfen, sich auf zukünftige Störungen vorzubereiten. Es ist davon auszugehen, dass das Thema „Resilienz“ auch im nächsten Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ (Start geplant für 2021) eine Rolle spielen wird.