„Hoffnung auf Brexit-Einigung sinkt auf absolutes Minimum“

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Aufgrund des Verhaltens Großbritanniens in den vergangenen Tagen ist die Hoffnung auf eine Einigung minimal. Unternehmen, die bisher noch keine Maßnahmen für einen harten Brexit entwickelt haben, sollten nun schnellstmöglich beginnen.

Zur 8. Verhandlungsrunde über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA:

„Der Maschinenbau hatte bisher noch Hoffnung, dass die EU und Großbritannien auf den letzten Metern zu einer Verhandlungslösung im Brexit-Konflikt finden. Diese Hoffnung hat Großbritannien mit seinem Verhalten in den vergangenen Tagen auf ein absolutes Minimum reduziert. Boris Johnsons Ankündigung, bereits eingegangene Verpflichtungen nicht einzuhalten, ist ein schwerer Affront für alle, die noch an einer praktikablen Lösung für den Austritt Großbritanniens aus der EU interessiert sind. Die britische Regierung zeigt ganz deutlich, dass sie kein Interesse mehr an einer konstruktiven Lösung hat.
Das Verhalten der britischen Regierung ist verantwortungslos, da es die wirtschaftliche Krise vor allem in Großbritannien weiter verschärft. Das ist auch für den europäischen exportorientierten Maschinen- und Anlagenbau keine gute Nachricht, auch wenn viele Unternehmen bereits Vorkehrungen für einen harten Brexit getroffen haben. Alle Unternehmen, die bisher noch keine Maßnahmen für einen harten Brexit entwickelt haben, müssen damit schnellstmöglich beginnen.“