UPDATE BREXIT – Zoll veröffentlicht ATLAS-Info

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Der Deutsche Zoll hat Details zur Zollabwicklung nach dem Ende der Übergangsphase am 01. Januar 2021 veröffentlicht. Damit haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre praktische Zollabwicklung anzupassen.

Mit der ATLAS-Info 0092/20 (siehe Anlage) hat der deutsche Zoll Informationen über die Abläufe der Zollanmeldungen mit dem Vereinigten Königreich nach dem Brexit am 01. Januar 2021 bekannt gegeben.

Für den Warenverkehr zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU gelten ab dem 01. Januar 2021, 0:00 Uhr (MEZ) die allgemeinen zollrechtlichen Bestimmungen für Drittländer, z. B. bei Überlassung von Waren zum zollrechtlich freien Verkehr werden ab dem 01. Januar 2021 die Drittlandszölle angewendet. Das Vereinigte Königreich (ohne Nordirland) sowie die entsprechenden überseeischen Länder und Gebiete wird wie jedes andere Drittland behandelt, mit dem die EU keine präferenziellen Handelsbeziehungen unterhält oder ein Zoll- oder sonstige Abkommen oder Vereinbarungen hat.

Für Nordirland wurden spezielle Regelungen verankert. Nordirland bleibt Teil des Zollgebietes des Vereinigten Königreiches, wird jedoch so behandelt, als ob es zum Zollgebiet der Union gehören würde.

Zur Unterscheidung zwischen Nordirland und dem Vereinigten Königreich wird eine neue Ländercodierung eingeführt:

XI: Vereinigtes Königreich (Nordirland)

Die ISO-alpha2-Codierung (für elektronische Zollanmeldungen) ist für Nordirland XI. Das Vereinigte Königreich (ohne Nordirland) behält weiterhin GB.

Ein weiterer in den TARIC-Daten vorhandener Ländercode „XU“ (Vereinigtes Königreich (OHNE Nordirland)) ist in Zollanmeldungen NICHT zulässig.

Ab dem 01. Januar 2021 ist bei Ausfuhrvorgängen mit Bestimmungsland „GB“ als Art der Anmeldung „EU“ anzugeben.

Ausfuhrvorgänge können bis zum 31. Dezember 2020 durch das Vereinigte Königreich als Ausgangszollstelle beendet werden. Nach dem 31. Dezember 2020 ist eine Erledigung der Ausfuhrvorgänge nur noch per Alternativnachweis möglich.

Bitte beachten Sie, inwieweit:

  • bestehende Bewilligungen angepasst werden müssen (z. B. Erweiterung des Länderkreises)
  • neue Bewilligungen zu beantragen sind (z. B. Verwahrungslager bei Einfuhr)
  • Referenzbeträge für die Gesamtsicherheit ggf. neu zu berechnen sind.

Weiterer Link: Homepage des deutschen Zoll

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