„EU und Großbritannien müssen enge Partner bleiben!“

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Nach jahrelangen Verhandlungen über ein Handelsabkommen zum Austritt Großbritanniens aus der EU haben sich die Parteien in letzter Minute geeinigt. Aus Sicht des Maschinenbaus ist dies ein wichtiges Signal für alle Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals.

Zu den nun abgeschlossenen Brexit-Verhandlungen sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA:

„Die Maschinen- und Anlagenbauer sind erleichtert, dass sich die EU und Großbritannien in allerletzter Minute auf einen Handelsvertrag geeinigt haben. Dies ist ein wichtiges Signal für alle Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals, die Handelsbeziehungen miteinander unterhalten. Nach unzähligen Verhandlungsrunden ist dieses Abkommen jedoch ein mühsam errungener Kompromiss, der im Detail noch analysiert werden muss.

Fest steht aber schon jetzt, dass sich der Handel zwischen der EU und Großbritannien ab dem neuen Jahr grundlegend ändern wird. Denn das Vereinigte Königreich wird vom 1. Januar 2021 an nicht mehr Teil des Binnenmarktes sein und in vielen Bereichen eigene Regeln entwickeln. Daher ist zu erwarten, dass trotz des Abkommens der Handel zum Beispiel aufgrund sich auseinander entwickelnder Standards deutlich schwieriger wird. Wir hoffen aber, dass Großbritannien und die EU enge wirtschaftliche und politische Partner bleiben.

Denn es gibt Herausforderungen, wie zum Beispiel den Klimawandel oder die Pandemie, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Unternehmen und Behörden auf beiden Seiten des Kanals werden nun Zeit brauchen, um sich auf neue Prozesse und Regelungen einzustellen. Wir als Verband unterstützen unsere Mitglieder dabei weiterhin mit praxisnahen Informationen und Hilfestellungen.“