Brexit: „Grenzprobleme und Bürokratie-Chaos müssen enden“

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Die anhaltenden Schwierigkeiten im Handel zwischen der EU und Großbritannien belasten zunehmend die Unternehmen. Der VDMA fordert, die Regeln anzupassen und Bürokratie abzubauen.

Zu den anhaltenden Schwierigkeiten im Handel zwischen der EU und Großbritannien sagt Holger Kunze, Leiter des VDMA-Europabüros:

„Bereits wenige Wochen nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU wird der Handel immer komplizierter und die Lage immer angespannter. Zwar blieb das große Brexit-Chaos zunächst aus, doch die Belastungen für die Maschinenbaufirmen steigen merklich an.

Monteure und Servicekräfte müssen bei Arbeitseinsätzen rasch und ohne große Hindernisse auf die Insel kommen. Es sind aber noch sehr viele Fragen offen, welche Einreiseregeln aktuell zutreffen und wie sie bei der Einreise konkret ausgelegt werden. Dies führt zu großer Verunsicherung und macht gerade langfristige Projekte zukünftig sehr schwer durchführbar. Darüber hinaus sind die bürokratischen Anforderungen seit Anfang des Jahres explodiert, was den Firmen erhebliche Zusatzkosten beschert. Die bürokratischen Hürden müssen so weit wie möglich abgebaut werden.

Noch ist der Brexit nicht in trockenen Tüchern. Hilfreich wäre, wenn das EU-Parlament dem Handels- und Kooperationsabkommen zügig zustimmt. Damit Handel und Warenverkehr aber reibungslos funktionieren, braucht es noch weitere Anstrengungen auf beiden Seiten des Ärmelkanals, insbesondere zu Regeln bei der Entsendung von Arbeitskräften und der gegenseitigen Anerkennung von Prüfberichten.“