Nachhaltige Unternehmensführung muss KMU-freundlich sein

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Die Kommission arbeitet an einer Initiative zur nachhaltigen Unternehmensführung. VDMA antwortete in der Konsultation, dass eine EU-Regelung KMU-freundlich und handhabbar umgesetzt werden soll.

Der VDMA antwortete am 8. Februar 2021 auf eine Konsultation der EU-Kommission zum Vorschlag für eine Initiative für nachhaltige Corporate-Governance. Diese Konsultation besteht aus mehreren Teilen, darunter ein Abschnitt über die Sorgfaltspflicht der Mitglieder der Unternehmensleitung und ein Abschnitt über eine verbindliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen.

In dem Teil über die Sorgfaltspflicht der Mitglieder der Unternehmensleitung betonte der VDMA, dass die Identifikation aller Stakeholder und ein gut funktionierendes Risikomanagement wichtige Voraussetzungen sind und damit im eigenen Interesse der verantwortlichen Unternehmensleitung liegen. Daher besteht hier kein regulatorischer Handlungsbedarf auf EU-Ebene, um einen Anreiz zu schaffen. Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, die überwiegend mittelständische familiengeführte Unternehmen sind, orientieren sich ohnehin nicht nur am kurzfristigen Erfolg. Selbst kapitalmarktorientierte Unternehmen unserer Branchen haben die Mehrheitsanteile oft in Familienhand und fühlen sich somit einem nachhaltigen Unternehmertum verpflichtet.

In Bezug auf die verbindliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen unterstreicht der VDMA, dass EU-weit einheitliche Regelung, die auf klare Kriterien, Definitionen und Standards, Handhabbarkeit der Prozesse sowie Einflussmöglichkeiten abzielt, einem nationalen Flickenteppich vorzuziehen ist. Die Fokussierung auf die direkte Lieferkette, und zwar beginnend außerhalb Europas, kann hier ein Baustein sein. Der VDMA glaubt auch, dass der Anwenderkreis für eine solche EU-weite Regulierung (ähnliche der CSR-Richtlinie) nur für kapitalmarktorientierte Großunternehmen gelten soll. KMUs und größere Unternehmen, die nicht kaptalmarktorientiert sind, sollen aus dem Anwendungsbereich ausgenommen werden. Außerdem soll sich die Sorgfaltspflicht nur auf die Prävention von Menschenrechtsverletzung beschränken und es soll keine zivilrechtliche Haftung geben.

Der VDMA hat auch darauf hingewiesen, dass viele Unternehmen bereits Code of Conducts und Lieferantenverträge haben, um sich und ihre Partner zur Einhaltung von Menschenrechten zu verpflichten.

Weiterführende Informationen:

 

Bitte finden Sie das VDMA Positionspapier Due Dilligence als PDF (nur auf Englisch) in Anhang zum downloaden.

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